Bessere Kommunikation mit Teenagern

Druck machen beim Lernen - Eltern üben oft unbewusst Druck aus.

«Wir schreien uns nur noch an.» «Es ist, als spräche ich mit einer Betonwand.» «Alles dreht sich nur noch um Noten/Gamen/Handy.» Solche Klagen höre ich oft von Eltern von Teenagern. Manche haben den Eindruck, ihr Kind sei ausgetauscht worden. Die einen Teens schweigen beharrlich, die anderen flippen wegen Kleinigkeiten aus. Ein einfaches Gespräch? Klar gerne – aber das scheint in der Pubertät manchmal geradezu unmöglich!

Als Coach mit einem langjährigen Hintergrund in Journalismus und Kommunikation bin ich überzeugt: Alles ist Kommunikation – Kommunikation ist alles. Eine gute Gesprächskultur ist die Basis der Beziehung. Wie der Psychotherapeut und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick erkannte: «Du kannst nicht nicht kommunizieren.» Selbst wer schweigt, kommuniziert. Indes kann die Art und Weise, wie wir verbal mit unseren (liebsten!) Mitmenschen umgehen, zeitweise leider ziemlich in Schieflage geraten.

Gerade in der Pubertät ist es besonders wichtig, in einem guten Kontakt zu bleiben mit den Teens. Einerseits machen sie sich auf, die Welt zu erobern. Andererseits brauchen sie ihre Eltern jetzt ganz besonders. Nur: ganz anders als bisher. Ehrliche, echte und unaufgeregte Gespräche können Eltern und Jugendliche durch schwierige Zeiten bringen. Ebenso legen sie die Basis für eine langfristig tragende Beziehung.

Gute Gespräche führen ist lernbar

Klar – die Gesprächskultur in einer Familie kann nicht in kurzer Zeit komplett verändert werden. Was aber lernbar ist, sind die Grundprinzipien einer tragfähigen Kommunikationsweise. Kommunikationswissenschafter wie der oben erwähnte Paul Watzlawick («Anleitung zum Unglücklichsein») oder auch Marshall B. Rosenberg («Gewaltfreie Kommunikation») haben Instrumente entwickelt, die es einfacher machen, die eigene Kommunikation zu verbessern.

In meinem vierwöchigen Kurs werde ich ein paar dieser Instrumente vorstellen. Anhand von Beispielen aus meiner Praxis zeige ich, wie sie umgesetzt werden können. Mein Fokus liegt auf erprobten Methoden, die ohne grossen Aufwand oder Theoriewissen umgesetzt werden können. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden Lösungsmöglichkeiten entwickelt, die für sie und ihre Familie passen. Das Ziel ist, die Gesprächskultur in der Familie wieder zuversichtlicher, offener und zugewandter zu gestalten.

Wichtig: Im Kurs besteht keinerlei Zwang, über individuelle Probleme zu sprechen. Teilnehmende bestimmen selbst, wie sie ihre Teilnahme gestalten wollen. Fragen oder Beispiele von schwierigen Situationen können mir jeweils vor dem Kurs per Mail mitgeteilt werden. Im Kurs werden sie dann in anonymisierter Form behandelt.

Kursprogramm «Bessere Kommunikation mit Teenagern»

Woche 1: Situationsanalyse: Wie sprechen wir miteinander?

Mit ein paar Beispielen aus meiner Praxis steigen wir ins Thema ein. Dort, wo es passt, biete ich in kurzen Inputs Grundlagenwissen über Kommunikation an. (Gewaltlose Kommunikation, Ich-Botschaften, Grundlagen des Zuhörens). Die Teilnehmenden bekommen die Möglichkeit, über die Gesprächskultur in ihrer Familie und ihren Anteil daran nachzudenken. Abschliessend erhalten die Teilnehmenden Beoachtungsaufgaben, um die Zeit bis zum nächsten Kursabend sinnvoll zu nutzen.

Woche 2: Pubertät und Kommunikation: Verstockte Teenies, entnervte Eltern?

Was verändert sich in der Pubertät in der Kommunikation? Teilnehmende erfahren ausserdem, wie sie die Machtkämpfe in ihrer Familie analysieren und entschärfen. Ich zeige auf, wie die typische Eskalationsspirale mit Teenagern aussieht, beziehungsweise wie sie unterbrochen werden kann. Bis zum nächsten Kursabend üben die Teilnehmenden verschiedene (neue) Verhaltensweisen im Streit oder Konflikt.

Woche 3: Krisenkommunikation: Gelassen(er) in Streit und Konflikt

Wir erarbeiten an diesem Abend gemeinsam eine «Lösungslandkarte». Sie ist hilfreich, um in typischen Kommunikationskrisen in der Familie (Streit, Konflikt, Machtkampf, Schweigen etc.) angemessen reagieren zu können. Teilnehmende erfahren ausserdem, wie sie ihren eigenen Kommunikationsstil längerfristig verändern/verbessern können, um mit anderen in gutem Austausch zu sein/bleiben. Auch an diesem Abend erhalten die Teilnehmenden Beobachungsaufgaben. Übungsmaterial wird abgegeben, um die Zeit bis zum nächsten Kursabend gut zu nutzen.

Woche 4: Gute Gespräche führen – heute und in den kommenden Jahren

Am letzten Kursabend blicken wir zurück: Was hat sich seit Kursbeginn verändert? Was hat sich verbessert? Wir erarbeiten an diesem Abend gemeinsam, wie das Gelernte umgesetzt, weiter fortgeführt und das Erreichte langfristig gesichert werden kann.

Rahmenbedingungen: Daten, Zeiten, Preis

Durchführungsdaten:
3.-24. November, jeweils am Donnerstag von 20.00 bis 21.30 Uhr
Anmeldefrist: 1. November 2022
Preis: 120.00 Franken pro Person (inklusive Kursunterlagen)
Der Kurs findet statt, wenn sich 5 Teilnehmende anmelden. Die Anzahl Teilnehmende ist auf 10 beschränkt.

Der Kurs wird per Zoom durchgeführt. Teilnehmende erhalten rund 24 Stunden vor dem Kurstermin den Link für die Teilnahme. Eine anonyme Teilnahme ist möglich. Fragen können mir im voraus per Mail zugestellt werden – ich beantworte sie dann im Kurs in anonymisierter Form.

Spezialangebot: Kurs und 2 Coachingsstunden, um die individuelle Umsetzung zu erleichtern.
Preis: 300 Franken (anstatt 360).

Wissen für alle: Kannst Du – aus welchen Gründen auch immer – das Kursgeld nicht oder nur teilweise aufbringen? Melde Dich doch trotzdem bei mir. Wir finden bestimmt eine Lösung!

Mein Hintergrund in Kommunikation

Ich bin seit 2014 zertifizierter Lerncoach. Davor und teilweise auch während meiner Tätigkeit als Coach habe ich als Journalistin und Kommunikationsprofi gearbeitet. Journalistisch habe ich mich vor allem mit Bildungs- und Organisations-Themen auseinander gesetzt (Selbstmanagement, Planung, Arbeitstechnik etc.). Sieben Jahre lang habe ich als Mediensprecherin gearbeitet und bin deshalb auch erfahren in Krisenkommunikation.

Ich bin verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern (27 und 24). Seit Februar 2022 lebe ich auf Santa Maria, einer der neun bewohnten Inseln im Azoren-Archipel. Fast mitten im Atlantik pflege ich meinen Garten, lerne fleissig portugiesisch und verbringe Zeit im, am und auf dem Meer.